Mehr Sicherheit zu Hause: Vernetzung der Rauchwarnmelder im Smart Home

Durch die Installation von Einzel-Rauchwarnmeldern werden die gesetzlichen Anforderungen der Landesbauordnungen bereits hinreichend erfüllt. Durch eine Vernetzung der Geräte kann jedoch ein deutlich höherer Sicherheitsstandard realisiert werden. Die Einbindung in Smart Home Systeme setzt eine Vernetzung von Rauchwarnmeldern mit der Zentrale voraus und beinhaltet somit zumindest teilweise eine Vernetzung der Rauchwarnmelder untereinander. Im Folgenden werden zunächst die Grundlagen funkvernetzter Rauchwarnmelder und mögliche Einflüsse auf deren Funktionssicherheit dargelegt.

Grundlagen

Bei einer klassischen Vernetzung von Rauchwarnmeldern werden diese per Funk oder per Draht miteinander verbunden und tauschen automatisch Informationen aus. Der Alarm eines Melders wird an alle anderen mit ihm vernetzten Warnmelder weitergegeben und ertönt so in der gesamten Nutzungseinheit. Alle Anwesenden, nicht nur die in der Nähe des auslösenden Melders, werden sofort vor der Gefahr gewarnt. Der daraus resultierende Zeitgewinn kann die Selbstrettung beschleunigen und ein Assistieren bei der Rettung unterstützungsbedürftiger Personen wie Kinder oder Senioren erleichtern. Die Funkvernetzung von Rauchwarnmeldern ist seit Einführung der Rauchwarnmelderpflicht und der damit verbundenen Nachrüstung bestehender Wohnungen die mit Abstand am häufigsten genutzte Vernetzungsart. Bei der Ausstattung mit Funksystemen müssen keine Kabel nachträglich verlegt werden. Je nach Hersteller können auch Hitze- und Kohlenmonoxidwarnmelder in das Funksystem eingebunden werden.

Sinnvolles Funkzubehör

Da die Vernetzung von Rauchwarnmeldern normativ nicht geregelt ist, kommt es bei der Produktauswahl vor allem auf das Fachwissen der beteiligten Planer und Installateure an. Informationen und Empfehlungen zur Anwendung von vernetzungsfähigen Rauchwarnmeldern sind im informativen Anhang C der DIN 14676 beschrieben.

Sichere Kommunikation

Die Funkvernetzung von Rauchwarnmeldern erhöht den Sicherheitsstandard – vorausgesetzt, die Kommunikation zwischen den Meldern erfolgt auch im Gefahrenfall störungsfrei. Deshalb ist eine von äußeren Faktoren unabhängige Datenübertragung über herstellerspezifische Netzwerke wichtig. Nur so können eine hohe Zuverlässigkeit und Übertragungssicherheit gewährleistet werden. Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestfunktionen, das frühzeitige Erkennen von Brandrauch bei ständiger Betriebsbereitschaft und die Warnung anwesender Personen, müssen zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein.

Quelle: Ei Electronics
DIN 14676:2012-09 Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung - Einbau, Betrieb und Instandhaltung, www.beuth.de